Ich habe hier ja schon häufiger gesagt, dass Bankgeschäfte im Prinzip sehr simple sind. Die Geschäftsmodelle nahezu aller Finanzinstitutionen beruhen auf dem Prinzip der Finanzintermediation. Finanzinstitutionen schaffen einen Interessenausgleich zwischen den Subjekten, die Finanzierungsmittel anlegen wollen, und den Marktteilnehmern, die Mittel aufnehmen wollen oder müssen. Daneben sorgen sie für den Transfer von Zahlungsmitteln. Die Gesamtheit derartiger Transaktionen einschließlich der sich dabei herausbildenden Usancen und der sie beeinflussenden institutionellen Rahmenbedingungen wird als Finanzmarkt bezeichnet.

Wer es etwas ausführlich mag, der kann sich diese Videoreihe der Khan Academy ansehen. Hier werden ausführlich die Grundlagen des Bankings erklärt.

Die Webseite wird von einer Non Profit Organisation betrieben. Der Gründer, der sich auf der Webseite Sal nennt und laut Wikipedia Salman Khan heißt, war früher Manager eines Hedge Fonds. Laut Wikipedia genießt die Seite in den USA hohes Ansehen und erhielt von Google den Preis des „10hoch100-Projektes“.

Weitere Folgen der Reihe

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Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de) und Terrell Trowbridge von LRT-Finanzresearch.de. Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse der Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. gewünscht.

Total S.A. laut sharewise.com:

Prognostiziertes Kursziel kaufen halten verkaufen
24 Mitglieder Ø ca. 39,93 € 18 - 6
18 Analysten Ø ca. 44,39 € 8 7 3

Total S.A. (WKN 850 727, ISIN FR0000120271, Marktkapitalisierung: ca. 96,3 Mrd. €)


Logo der Total S.A.

Sie haben abgestimmt und sich eine Analyse der Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. gewünscht. Schauen wir uns also heute gemeinsam die Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. an!

 

1.) Fundamentale Analyse

Total S.A. – kleines Unternehmensprofil

Die Total S.A. ist ein französischer Mineralölkonzern mit Hauptsitz im französischen Courbevoie. Mit einem Umsatzvolumen von mittlerweile fast 200 Mrd. Euro sowie einem Nettogewinn (Net Income) in Höhe von inzwischen weit über 10 Mrd. Euro ist die Total S.A. derzeit das viertgrößte Mineralölunternehmen und somit insgesamt eines der zehn größten Industrieunternehmen der Welt. Da ist es sicherlich wenig überraschend, dass der Konzern, der aktuell knapp 100.000 Mitarbeiter in insgesamt 130 Ländern auf der Welt beschäftigt, zugleich auch das größte Industrieunternehmen Frankreichs darstellt. Die Total S.A. fördert derzeit Öl und Gas in mehr als 30 Ländern der Welt. Die Aktie der Total S.A. ist folgerichtig auch ein Schwergewicht im französischen Auswahlindex CAC-40 und wird sowohl an der Euronext Paris als auch an der New York Stock Exchange gehandelt. [klicken zum Weiterlesen …]

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Kürzlich wollte mir ein guter Bekannter etwas Gutes tun und mir drei Aktien der Hapimag AG schenken. “Oh fein”, freute ich mich, dann könnte wir “günstig” in diversen hochwertigen Anlagen Urlaub machen. Eigentlich soll man einem geschenkten Gaul ja nicht ins Maul schauen, als Betriebswirt machte ich es aber trotzdem und kam zu dem Ergebnis, auf das fröhliche Pferd von Hapimag zu verzichten.

imageHapimag bietet nach eigener Beschreibung flexible Wohnrechte in 5.300 Apartments in 57 Resorts und Residenzen in 16 Ländern (sogenanntes Timesharing oder Ferienwohnrechte). Diese Wohnrechte erhält man durch den Erwerb von Papieren, die Hapimag selbst als Aktien bezeichnet. Ich würde diese Papiere eher Genossenschaftsanteile nennen könnte, denn mit Aktien, wie ich sie kenne, haben diese Papiere nichts zu tun. Jeder namentlich registrierte Anteilsinhaber erhält pro Jahr bestimmte Wohnrechte, die in Punkten vergeben werden. Pro Anteil werden derzeit 60 Punkte gutgeschrieben. Dafür kann man je nach Saison, Wohnkategorie, Zielort ein paar mehr oder weniger Tage in einer Hapimag-Anlage verbringen, die zugegeben eine hohe Qualität haben.

So kostet etwa eine Woche London für ein Komfort Zimmer 112 Punkte im Juni. Richtig gerechnet, für diese 112 Punkte benötigt man schon mindestens 2 Aktien, hat dann aber 8 Punkte übrig. Das ist grundsätzlich kein Problem, denn man kann die Punkte auch eine bestimmte Zeit “sparen”.

Als Betriebswirt wollte ich natürlich wissen, was eigentlich diese Anteile wert sind. Auf der Homepage von Hapimag werden keine Verkaufspreise veröffentlicht. Auf Wikipedia wird ein Preis von 6.090 CHF (umgerechnet etwa 5055 Euro) genannt, während der durchschnittliche Rückkaufspreis pro Aktie 2011 bei CHF 2.843 gelegen haben soll (umgerechnet etwa 2360 Euro). Im Netz existieren noch weitere Aufstellungen, wie z.B. hier.

In jedem Fall ist der Spread gewaltig. Und ich entnehmen den Fakten im Netz, dass der Verkauf der Anteilsscheine vergleichsweise kompliziert ist (siehe z.B. Hapimag Namen-Aktie zu verkaufen.Wie?). Ob der Preis von 2.360 Euro gerechtfertigt ist, lässt sich anhand dieser Daten schwer prüfen, da der Markt vollkommen illiquide ist und daneben prohibitiv hohe Umschreibekosten (500 CHF) den Transfer erschweren.

1. Reine Cashflow-Betrachtung der Rechte

Nun soll ich die Papiere ja geschenkt bekommen. Der Blick in das Kleingedruckte offenbart, dass die registrierten Inhaber der Anteilsscheine zwar die Wohnrechte erhalten (und diese auch tatsächlich nutzen können), aber als Anteilseigner hat man nicht nur das Recht auf die Wohnpunkte, sondern wird jährlich mit einer Verwaltungsgebühr belastet. Aktuell beträgt diese für 2012 ca. 272 Euro pro Anteilsschein. Das bedeutet in der Jahreskalkulation nun pro Aktie +60 Wohnpunkte auf der Habenseite und –272 Euro (mit lt. Informationen im Netz stark steigender Tendenz).

Für eine Bewertung ist nun die interessante Frage, was sind diese 60 Punkte wert. Dabei hilft eBay. Hier wechseln 60 Punkte für sogenannte A-Aktien für ca. 200 Euro den Besitzer, wobei die Punkte nur an Mitglieder von Hapimag versteigert werden können. Aber immerhin ist das schon einmal ein Anhaltspunkt.

Jahresgebühr 272 Euro abzüglich 200 Euro Punkteerlös macht –72 Euro Cashflow pro Jahr. Das ist unattraktiv, zumal ja die Transaktion auch noch abzuwickeln ist.

2. Wohnleistungsvergleich

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Nur kurz zu einem Thema, weil mich das wirklich nervt. Ich habe in den letzten Wochen häufiger gelesen, wir würden in Deutschland jämmerliche Angst haben und deswegen den Konsum antreiben. Das ist von Angstkonsum und Flucht in die Sachwerte die Rede. So las ich etwa in den Deutschen Mittelstandsnachrichten als Erklärung für die lang herbei gesehnte starke Inlandsnachfrage:

“Die starke Binnennachfrage dürfte vor allem durch Verunsicherung und unattraktive Zinsen verursacht sein. Die steigende Angst vor Inflation (mehr hier) und die Unsicherheit, wie sich die Schuldenkrise in der Eurozone entwickeln wird, bringen die Menschen dazu, ihr Geld lieber auszugeben als zu sparen. Bei den schlechten Zinsen lohnen sich auch für Unternehmen die wenigsten Anlageformen. Daher geben sie ihr Geld lieber für die Modernisierung und den Ausbau ihrer Unternehmen aus.”

In der Welt war zu lesen [Ökonomen] sprechen von einer "Flucht in Sachwerte". Dazu gehören auch Bau-Investitionen, sei es in die energetische Sanierung der eigenen Immobilie oder der Bau neuer Häuser oder Wohnungen. Den Trend hin zu Sachwerten will ich ja gar nicht anzweifeln, aber warum sollen der Grund für den Konsum Angst sein?

2010 waren die Schlagzeilen übrigens genau umgekehrt.

Waren wir in der Zwischenzeit kollektiv auf der Couch und haben uns die Angst aus unserem Geist therapieren lassen? Ich halte das Gerede vom Konsum aus Angst vor was auch immer für großen Humbug. Presseerklärungen und Medienmeldungen, in denen das Wort Angst auftaucht, erfreuen sich einfach einer höheren Aufmerksamkeit. Ich jedenfalls kenne niemanden, der aus Angst vor Inflation, dem Ende der Welt oder vor was auch immer jetzt ordentlich auf die Tonne haut.

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Mal wieder: Ticker zur Schuldenkrise und einer (vorläufigen?) Lösung für Griechenland

09.02.2012

Sollte heute tatsächlich Bewegung in die quälenden Verhandlungen mit Griechenland gekommen sein? Ich kann das Thema ja schon lange nicht mehr sehen. Die multilateralen Verhandlungen um die Details eines Schuldenschnitts und weitere Einschnitte für das griechische Volk scheinen sich endlos hinzuziehen. Ich hatte an anderer Stelle schon einmal geschrieben, dass es bei diesen Verhandlungen zugeht, [...]

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Beispiel wie Anreize aus den EZB-Giga-Tendern Kreditklemme vorrübergehend verschärft haben könnten

08.02.2012

In Europa tobt eine Kreditklemme in den von der Schuldenkrise betroffenen Staaten. Am Montag hatten wir hier im Blick Log zum Beitrag “Könnten ausgerechnet die EZB-Giga-Tender die Kreditklemme verschärft haben?” interessante Diskussionen. In den Kommentaren im Beitrag selbst und auf Google+ gab es noch diverse zusätzlicher Informationen. Der Kern meiner These war, dass in Erwartung [...]

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Wirkung der Finanzmarktregulierung auf Bankenrefinanzierung und Finanzierungsgeschäfte (4): Solvency II

07.02.2012

Vor zwei Wochen habe ich in dem hier veröffentlichten Einleitungsartikel Ziel und Zweck dieser Beitragsreihe erläutert. Es geht um die Wirkungen ausgewählte Maßnahmen der Finanzmarktregulierung auf bestimmte Positionen des Bankgeschäfte. Nach dem Bankrestrukturierungsgesetz und Basel III geht es heute um Solvency II. Die Versicherungen gehören zu den ganz entscheidende Investorengruppen an den Finanzmärkten. 2011 sammelte [...]

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Könnten ausgerechnet die EZB-Giga-Tender die Kreditklemme verschärft haben?

06.02.2012

Ein Frage, die mich am Wochenende bewegt hat ist, ob nicht ausgerechnet die beiden großen EZB-Tender (vom 21.12.2011 und am 29.2.2012) zwar das Bankensystem in Europa stabilisiert aber die Kreditklemme erst verstärkt haben? Vielleicht klingt diese These zu steil, aber nach einem Blick auf Anreizstrukturen ging mir das nicht aus dem Kopf. Schaut man auf [...]

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Kurzer Hintergrund zur Loan Level Data Initiative und FTD-Schlagzeile “EZB veröffentlicht Kreditdaten”

06.02.2012

Die FTD berichtete gestern “exklusiv” auf ihrer Webseite unter dem Titel “EZB veröffentlicht Kreditdaten” darüber, dass die EZB Daten über ihre Kreditnehmer veröffentlichen will: “Die Europäische Zentralbank (EZB) wird künftig Daten von Kreditnehmern veröffentlichen. Auf Drängen der Notenbank müssen Geldinstitute ab Sommer dieses Jahres Details zu einem Teil der von ihnen vergebenen Kredite an eine [...]

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Grafik Historische Finanzkrisen

05.02.2012

Hier mal eine Übersicht von GeVestor. Auf die Grafik klicken und dann die gesamte Übersicht ansehen. Steckt schon ne Menge Arbeit drin. Viele Details zu den Ursachen und Wirkungen der Finanzkrise 2007 ff. über  dieser Übesichtsseite oder über diese Mindmap  und zur Aufarbeitung der aktuellen Finanzkrise siehe diese Mindmap.

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Studie der Deutschen Bank zur Verschuldungsstruktur der Bundesländer: Kapitalmarktverschuldung gewinnt an Bedeutung

04.02.2012

Ich habe mich auf den Verteiler für die Studien von DB Research setzen lassen. Da gibt es häufiger interessante Beiträge, die nach meinem Eindruck auch weitestgehend unabhängig verfasst sind. Eine gestern erschienene Studie befasst sich mit der Verschuldung der Bundesländer. Die wichtigsten Aussagen darin: Die Verschuldung der Bundesländer ist in den letzten Jahren weiter angestiegen. [...]

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Ich bin kein Freund der Finanztransaktionssteuer, aber …

03.02.2012

was man zum Teil an Argumenten gegen die Steuer liest, treibt mir die Magensäure nach oben. Ich will mich mit der Steuer hier heute gar nicht im Detail befassen (siehe dazu meine Sammlung auf Storify). Aber am Montag las ich im Handelsblatt unter dem Titel “Mainhattan bläst zum Gegenangriff zwei Argumente gegen die Steuer, in [...]

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Machtwechsel für die Deutsche Bank: Kein Jein für Anshu Jain zum “öffentlichen” Start

02.02.2012

Bereits in dieser Woche zelebrieren die deutschen Medien den Machtwechsel bei der Deutschen Bank. Eigentlich erfolgt die Stabübergabe von Josef Ackermann an Jürgen Fitschen und Anshu Jain offiziell erst mit der Hauptversammlung Ende Mai. Aber solche Formalien sind hierzulande Nebensache, denn schon heute wird sich die künftige Doppelspitze bei der Präsentation der vorläufigen Bilanz für [...]

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Der Prospekt von Facebook zum 5 Mrd. US$-Börsengang ist da

01.02.2012

Das ist ja selten, dass die Finanz- und die Social Media Welt so gespannt auf eine Unterlage schauen. Aber der zum “Event des Börsenjahres 2012” hochgejazzte Börsengang von Facebook führt diese beiden Welten zusammen und gilt als Großzahltag an den Finanzmärkten. Nun sind die die offiziellen Unterlagen bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) [...]

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